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Der Neue stellt sich vor: Interview mit Martin Gröschel

Martin Gröschel ist seit 1.9.2020 Projektpfarrer für Mission und Diakonie im Kirchenbezirk Marienberg. Zu seiner Arbeit hat er einige Fragen beantwortet.

Was macht man da eigentlich, als missionarischer Pfarrer?

Ja, so werde ich oft gefragt. Meine ¾ Stelle konzentriert sich wesentlich auf das Jahr der Erprobung. Fast alle Gemeinden im Kirchenbezirk Marienberg haben am Jahr der Erprobung teilgenommen. Viele haben etwas ausprobiert, und ihre Erfahrungen damit gemacht. Das werde ich nun erst einmal auswerten. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse…

Desweiteren ist es meine Aufgabe, verheißungsvolle Initiativen zu unterstützen und zu fördern – das Jahr der Erprobung geht weiter! Dabei freue ich mich auf die Mitarbeitenden, die ich kennenlernen werde. Ich darf sie vernetzen und begleiten. Und ich hoffe, wir werden eine große Erprobungsgemeinschaft im Kirchenbezirk, um viele Menschen mit Gottes Liebe in Jesus Christus in Berührung zu bringen.

Was ist denn das Ziel dieser Projektstelle?

Das Ziel ist letztlich das gleiche wie beim Jahr der Erprobung: Es geht darum, dass wir als Kirche eine missionarische Haltung entwickeln. Also dass wir als Kirchgemeinden nicht nur mit uns selbst beschäftigt sind, sondern auch für diejenigen da sind, zu denen uns Gott hinführt. Jeder kann sich das persönlich fragen: „Wer ist das für mich? Zu wem führt Gott mich eigentlich hin, für wen soll ich da sein in meinem Umfeld? Wer kennt Gott noch nicht?“

„Ich bete und arbeite dafür, dass Gott in den Gemeinden unseres Kirchenbezirks viele Aufbrüche schenkt.“

Dabei merkt man schnell: Das Hören auf Gott ist auf so einem Weg enorm wichtig. Und wer bei Gott eintaucht, taucht in der Regel bei seinem Mitmenschen auf. Denn Gott gibt uns einen Auftrag: Wir sollen für die Menschen in unserer Region mit ihren Sorgen und Nöten da sein. Kirche ist Kirche für andere! Ich glaube, so kommt Gemeinde ihrem eigentlichen Auftrag und Wesen nahe.

Nun hat deine Stelle auch einen Anteil als Diakoniepfarrer. Wie passt das zusammen?

Ich denke sehr gut! Wir werden hoffentlich sehen, dass diese Verbindung Früchte trägt. Denn in der Diakonie geschieht so viel Gutes! Die Verbindung von Kirchgemeinden und Diakonie ist aber oftmals zu schwach, man weiß zu wenig voneinander. Mal sehen, was sich da für Möglichkeiten ergeben. Vor allem werde ich für die Mitarbeitenden der beiden Diakonischen Werke Marienberg und Flöha zuständig sein.

Was wäre dein Traum, wenn die zeitlich befristete Stelle in einigen Jahren zu Ende geht?

Ich bete und arbeite dafür, dass in den Gemeinden viele kleine (oder größere) Aufbrüche entstehen – beziehungsweise dass Gott sie schenkt! Denn das liegt natürlich letztlich nicht in unserer Hand. Aufbrüche, getragen von der Hoffnung und Liebe Gottes – voll Hoffnung und Liebe für die Menschen. Eine Kirche, die weiter geht, weil sie einem Herrn gehört, der mit uns weiter geh!

Vorstellung im Kirchweih-Gottesdienst in Großrückerswalde

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